Augenentzündung beim Hund

Woran erkenne ich eine Augenentzündung und was passiert da überhaupt?

Eine Augenentzündung beim Hund läßt sich nicht in einer Entzündung zusammenfassen, da das Auge sehr komplex aufgebaut ist. Bei den meisten Hunden tritt aber eine Entzündung der Bindehäute, medizinisch Konjunktivitis, auf. Diese zeigt sich zuerst in einer starken Rötung der Bindehaut, die innere sichtbare Haut im Auge. Die Entzündung beginnt oft am zur Nase zeigenden Innenrand des Auges, kann sich mit der Zeit aber entlang des ganzen Augerandes ausbreiten.

Die Entzündung der Bindehaut ist eine Abwehrreaktion des Hundes auf eine Reizung. Diese kann durch Fremdkörper, Bakterien und Keime, aber auch Zugluft entstehen. Einige Hunderasse sind aufgrung ihres Aussehens, einem hängendem Augenunterlid, mehr von solch einer Erkankung betroffen, da die Bindehaut hier anfälliger für Fremdeinflüsse ist. Die Bindehaut reagiert dann mit vermehrter Durchblutung, was sich als Rötung zeigt und zudem deutlich sichtbar anschwillt. Zusätzlich kommt es zu einer vermehrten Sekretion von Flüssigkeit um eben diese Fremdkörper aus dem Auge herauszuspülen. Setzen sich noch Bakterien aus diese Entzündung , wird der Ausfluss eitrig und zeigt sich meist als Ausfluss am Augeninnenrand. Dieses Sekret ist besonders nach dem Schlafen zu beobachten und kann die Lider des Hundes verkleben und so ein öffnen der Augen erschweren.

Was mache ich gegen solch eine Entzündung?

Sollte euer Hund unter einer schweren Entzündung der Bindehäute leiden, möchte ich euch raten sofort den Tierarzt aufzusuchen um ein Übergreifen der Entzündung auf das Innere des Auges zu vermeiden. Handelt es sich aber nur um eine leichte Entzündung kann man durch mehrmals tägliches Auswaschen des Auges, mit Kamillentee, schon eine Besserung bewirken. Kamillentee enthält ätherische Öle, wirkt antientzündlich und hat eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute und löst eventuelle Verklebungen um die Augenlider. Auch eine Cortisonsalbe kann hier helfen, da sie körpereigene Entzündungsreaktion unterdrückt.

Solltet ihr euch aber nicht sicher über das Ausmaß der Konjuntivitis sein, geht lieber zum Tierarzt.

3 Gedanken zu „Augenentzündung beim Hund

  1. Frau Suesske

    Der seit mehr als 25 Jahren in der Human-Medizin geltende Merksatz:

    „KEINE KAMILLE AN DIE PUPILLE!“

    hat sich scheinbar in der Tier-Medizin noch nicht herum gesprochen???!!!

    Egal ob Kamillenextrakt oder Kamillentee (der in 99% der Faelle eh immer falsch zubereitet wird)!
    Die aetherischen Oele der Kamille sind gerade im Bereich der Augenschleimhaut austrocknend und eher allergie-ausloesend denn heilend. Ausserdem enthaelt sowohl die Kamillosanloesung als auch der Tee kleine Partikel, die zusaetzlich reizend sind.

    Zu empfehlen: Waschungen mit Kochsalz- oder Ringerloesung (Apotheke)- evtl. Abtupfen (!) mit Borwasser.
    Sollte nach 2 Tagen keine Besserung eintreten
    -> Tierarzt!

    Mit freundlichen Ostergruessen,

    Frau Suesske

  2. Marcus

    Oh,

    mein Hund hat gerade das rechte Auge heute Morgen etwas errötet gehabt.

    Eine Passantin empfahl mir nicht erst zum Tierarzt zu gehen, sondern es erst mit normalen Apothekenaugentropfen zu versuchen.

    Ich fand den Thread hier ganz aufklärend. Bindehaut. Sieht ganz danach aus…

    Vielleicht geh ich doch lieber zum TA…:D

    Mit freundlichen Grüßen

    Marcus

  3. admin Beitragsautor

    Ich will dir nicht sagen, was zu tun ist. aber wenn mein hund solch eine Rötung hat, würde ich zuerst versuchen die Schwere abzuschätzen. wie stark gerötet, wo genau (ganzes auge oder nur teilweise), bindehaute oder aderhaut des auges, eitrige entzündung oder nicht, tränt das auge stark, ist der hund irgendwie behindert oder kratzt sich ständig am auge. ohne zu wissen, was genau da entzündet ist bzw. ob es entzündet ist würde ich keine augensalbe darauf tun. dann liebe zum tierarzt.

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