Archiv der Kategorie: Gesundheit

Hundekrallen zu lang?

Wann sind die Krallen meines Hundes zu lang?img_2274

Wenn Hunde normal auf allen vier Pfoten ruhig stehen, sollten die Krallen nicht den Boden berühren. Normalerweise laufen sich die meisten Hunde ihre Krallen auf härterem Untergrund ab,  aber abhängig von der Hornqualität des Hundes, können Krallen auch einmal zu lang werden und sollten dann abgeschnitten oder abgefeilt werden. Man kann dies in einem Hundesalon machen lassen, aber auch leicht daheim selbst durchführen. In vielen erhältlichen Hundepflegesets, ist meist ein Krallenschneider enthalten, welcher leicht einer Rosenschere ähnelt.

Beim schneiden der Krallen ist zu beachten, dass im Gegensatz zu menschlichen Nägeln, Hundekrallen zu etwa 3/4 noch mit Gewebe und Blutgefäßen versorgt sind.  Dort sollte man nie hereinschneiden, da es zu einer offenen Wund mit Infektionsgefahr kommen kann. Unterhalb dieses, noch mit Nerven versorgtem Gebwebe, ist reines Horn, welches völlig unempfindlich ist und dem Hund beim Krallenkürzen keinerlei Schmerzen vermittelt.

Bei Hunden mit heller Prigmentierung sind die Krallen meist farblos und man kann bei genauer Betrachtung leicht das rosafarbene, lebende Gewebe erkennen. Dies erleichtert das Kürzen der Krallen enorm, hilft Besitzern von Hunden mit schwarzen Krallen allerdings nicht weiter. Es gibt keine Patentlänge, die sagt, wie weit man solche Krallen abschneiden kann, aber ich empfehle, liebe öfters ein kleines Stück zu kürzen, als zu viel abzuschneiden und die Gefahr eines Negativerlebnisses für den Hundes oder eine Entzündung zu riskieren.

Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine Erkrankung der oberen Atemwege, auch infektiöse Tracheobronchitis  oder Hundegrippe genannt.

Ich vermute, dass der Name sich sowohl daher ableitet, da besonders Hunde aus Zwingerhaltung schlechtem Wetter stärker und dauerhaft ausgesetzt sind und deswegen anfälliger für Infektionskrankheiten, sowie, dass diese Krankheit häufiger in Tierhaltungen mit vielen Hunden (Zwingern) zu finden ist.

Wie der lateinische Name schon sagt, kommt es zu einer Infektion der Luftröhre und der Bronchien. Erreger können neben Viren auch Bakterien sein. Bellender Husten ist das Hauptsymptom, welches allerdings nicht dauerhaft und in manchen Fällen nur vermehrt unter Belastung auftritt. Besonders  im Frühjahr oder Herbst, den Jahreszeiten mit wechselhafter feucht-kalter Witterung, findet man Hunde mit der Hundegrippe. Der Zwingerhusten kann auch, vom Menschen mit Grippe, auf den Hund übertragen werden, andersherum ist die Übertragung nicht möglich. Neben dem Husten können auch Nasenlaufen und Atembeschwerden beim Hund bemerkt werden.

Wie kann ich meinen Hund davor schützen?

Es gibt sie – die Impfung gegen Zwingerhusten, aber in Deutschland haben wir zur Zeit nur einen injizierbaren Impfstoff gegen Parainfluenza-Viren, einem der Erreger des Zwingerhustens. Die existierenden Impfungen umfassen nicht alle Erreger des Zwingerhusten, zu viele Viren und Bakterien können Zwingerhusten auslösen. Sollte der Hund gegen Zwingerhusten geimpft worden sein, aber von einem anderen Erreger infiziert werden, kommt es jedoch meist zu einem milderen Krankheitsverlauf. Bei bakteriellen Erregern kann der Tierarzt mit einem Antibiotikum entgegenwirken. Bei den meisten Hunden ist das Immunsystem jedoch stark genug die Krankheit selbst zu limitieren.

Futtermittelallergien

Was ist eigentlich eine Futtermittelallergie?

Eine Futtermittelallergie resultiert aus der Unverträglichkeit des Hundes gegenüber machem Futter, oder besser bestimmten Bestandteilen darin. Diese Inhaltsstoffe werden von Zellen des Immunsystems erkannt und lösen daraufhin eine allergische Reaktion aus. Diese Körperantwort kann vom Ausschlag und Hautveränderungen bis zu lokalen Schwellung, Rötung, Juckreiz und vielem mehr, reichen.  Ein Großteil der Allergien spiegelt sich in Hautveränderungen wieder. Die Futtermittelallergie ist vergleichbar mit einer Lebensmittelallergie beim Menschen.

Die häufigsten Allergieauslöser sind Rindfleisch und Milchprodukte, aber auch Schweine-, Pferde-, Geflügelfleisch, Fisch, Ei und Weizen können allergische Reaktionen auslösen. Neben den Hauptkomponenten in Fertigfutter können auch Zusätze wie Stabilisatoren oder Antioxidantien allergieauslösend sein. Solch allergische Reaktionen können sich auch nach zuvor problemloser Fütterung einstellen und sind daher schwer zu diagnostizieren.

Die beste Möglichkeit gegen eine solche Futtermittelallergie vorzugehen, liegt in der Karenz jener Allergene, d.h. in der Vermeidung. Diese Vermeidung spielt häufig bei der Diagnostik eine Rolle, welche beim Tierarzt mit Laboruntersuchungen ergänzt und gesichert werden kann. Sie bieten dem Hundebesitzer auch eine erste Möglichkeit, seine Verdacht einer Allergie im Heimversuch durch eine Ausschlussdiät seines Hundes, zu untermauern. Um diese allergieauslösenden Nahrungsbestandteile zu vermeiden, bieten sich Spezialdiätfuttermittel für Hunde an, die im Internet oder im Fachhandel zu kaufen sind.

Arthrose beim Hund

Ich hatte gerade vor einen Artikel über Arthrose, eine chronische Gelenkserkrankung, zu schreiben.

Auf folgender Seite sind aber alle wichtigen Informationen zur Arthrose mit tollen Bildern zusammengefasst.

Um euch also über Arthrose beim Hund zu informieren schaut einfach erstmal hier: Arthrose beim Hund

Sollten trotzdem noch Fragen offenbleiben, meldet euch einfach per email und ich beantworte sie so gut ich kann.

Schnittverletzungen

Viele Hunde ziehen sich im Laufe ihres Lebens Schnittverletzungen zu. Das passiert häufiger bei Hunden die in einem Stadtgebiet wohnen, da es hier häufiger zu Kontakt mit Glasscherben kommen kann und sich gerade nach Silverster die Schnittverletzungen häufen. Die meisten Verletzungen treten im Bereich der Pfotenballen und im unteren Beinbereich auf. Neben Glasscherben stellen auch Äste und Unterholz eine Verletzungsquelle dar, die beim toben im Wald zu Schnitten führen kann.[inspic=202,right,fullscreen,250]

Bei einer Schnittverletzung des Hundes sollte man schnell zwischen einer oberflächlichen Wunde mit schwachen Blutung und einem tiefen Schnitt mit Verletzung größerer Blutgefäße unterscheiden. Eine Verletzung von Arterien ist meist deutlich problematischer, da auf diesen vom Herzen wegführenden Gefäßen mehr Druck liegt, was zu einem schnelleren Blutverlust führt und in einer Pulsation des Blutstroms sichtbar wird.

Sollte es sich um eine eher oberflächlicher Wunde handeln sollte man diese mit sauberem Mull, Gazen und einem Verband verbinden. Säubern jedoch erst, nachdem die Blutung gestoppt hat. Zum reinigen der Wunde kann man gut lauwarmes Wasser oder auch Kamillentee verwenden. In der Apotheke gibt es zusätzlich noch Iodsalben oder ähnliches, die eine antibakterielle und antientzündliche Wirkung haben und auf die Wunde aufgetragen werden. Der Verband sollte nicht zu fest sein, um die Durchblutung der Pfote nicht zu behindert, aber vor weiterem Schmutz schützen. Bei Spaziergängen, kann man zudem einen Hundeschuh überziehen, der vom Vierbeiner nach einiger Gewöhnungsphase meist gut tolleriert wird.

Bei stärker blutenden Wunden sollt man schnell den Tierarzt aufsuchen, da meist eine Vernähnung der Wunde nötig ist und der Fachmann die Schwere der Verletzung besser beurteilen kann.[inspic=203,right,fullscreen,230] Es können nämlich auch Sehnen oder Muskeln durchtrennt worden sein, was manchmal eine Operation nötig macht. Als erste Hilfe sollte man hier mit sauberem Verbandszeug, oder anden zur verfügungstehenden Textilien einen Druckverband anlegen. So muss durch den Verband genug Druck auf die Wunde ausgeüben, um den Blutverlust zu stoppen oder wenigstens zu minimiert. Befinden sich allerding noch Glassplitter oder andere Fremdkörper in der Wunde, entfernt diese nicht, da dies noch zu einem stärkeren Blutverlust führen kann. In diesem Fall ist auch ein Druckverband nicht hilfreich, da bei Druck auf die Wunde die Fremdkörper noch zusätzlichen Schaden anrichten können. So sollte man die Wunde leicht mit einem sauberen Tuch bedecken und denHund am besten tragend zum Auto und dann zum Tierarzt bringen.

Hilfe Vergiftung?

Ihr Hund benimmt sich seit kurzem komisch oder ist plötzlich krank geworden und sie haben Angst, er könnte etwas Giftiges gefressen haben?[inspic=189,right,fullscreen,250]

Bei meiner Suche im Internet bin ich auf eine tolle Seite gestoßen, die in einer solchen Situation weiterhelfen könnte. Hier kann man Symptome oder ander Veränderungen des Hundes im Verhalten, Fell oder Organsystemen eingeben und es werden mögliche Giftstoffe und Giftpflanzen angezeigt, die solch Vergiftungserscheinungen auslösen könnten. Diese Datenbank steht jedem zur Verfügung, kann den Tierarzt zwar nicht ersetzen, aber eine große Hilfe bei der Suche nach einer möglichen Vergiftungsursache sein. Hier der
Link : Giftdatenbank

Augenentzündung beim Hund

Woran erkenne ich eine Augenentzündung und was passiert da überhaupt?

Eine Augenentzündung beim Hund läßt sich nicht in einer Entzündung zusammenfassen, da das Auge sehr komplex aufgebaut ist. Bei den meisten Hunden tritt aber eine Entzündung der Bindehäute, medizinisch Konjunktivitis, auf. Diese zeigt sich zuerst in einer starken Rötung der Bindehaut, die innere sichtbare Haut im Auge. Die Entzündung beginnt oft am zur Nase zeigenden Innenrand des Auges, kann sich mit der Zeit aber entlang des ganzen Augerandes ausbreiten.

Die Entzündung der Bindehaut ist eine Abwehrreaktion des Hundes auf eine Reizung. Diese kann durch Fremdkörper, Bakterien und Keime, aber auch Zugluft entstehen. Einige Hunderasse sind aufgrung ihres Aussehens, einem hängendem Augenunterlid, mehr von solch einer Erkankung betroffen, da die Bindehaut hier anfälliger für Fremdeinflüsse ist. Die Bindehaut reagiert dann mit vermehrter Durchblutung, was sich als Rötung zeigt und zudem deutlich sichtbar anschwillt. Zusätzlich kommt es zu einer vermehrten Sekretion von Flüssigkeit um eben diese Fremdkörper aus dem Auge herauszuspülen. Setzen sich noch Bakterien aus diese Entzündung , wird der Ausfluss eitrig und zeigt sich meist als Ausfluss am Augeninnenrand. Dieses Sekret ist besonders nach dem Schlafen zu beobachten und kann die Lider des Hundes verkleben und so ein öffnen der Augen erschweren.

Was mache ich gegen solch eine Entzündung?

Sollte euer Hund unter einer schweren Entzündung der Bindehäute leiden, möchte ich euch raten sofort den Tierarzt aufzusuchen um ein Übergreifen der Entzündung auf das Innere des Auges zu vermeiden. Handelt es sich aber nur um eine leichte Entzündung kann man durch mehrmals tägliches Auswaschen des Auges, mit Kamillentee, schon eine Besserung bewirken. Kamillentee enthält ätherische Öle, wirkt antientzündlich und hat eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute und löst eventuelle Verklebungen um die Augenlider. Auch eine Cortisonsalbe kann hier helfen, da sie körpereigene Entzündungsreaktion unterdrückt.

Solltet ihr euch aber nicht sicher über das Ausmaß der Konjuntivitis sein, geht lieber zum Tierarzt.

Hund, Mensch und Tabletten?

Wie gibt man einem Hund eine Tablette?

Dirk von hunde-bar, hat dazu einen interessanten Artikel geschrieben, den es sich auf jeden Fall lohnt zu lesen! Und ein kleines (Lehr-)Video mit allen Tricks gibt es auch auch noch.

Den Tipp dem Hund leicht auf die Nase zu pusten, wenn er die Tablette im Maul hatte kannte ich zumindest noch nicht. Diesen Trick werde ich dann spätestens bei der nächsten fälligen Wurmkur ausprobieren.

Frau(chen) lernt nie aus ;)

Hier geht es zum angesprochenen Artikel.

Ohrenentzündung

Die Entzündung der Ohren des Hundes wird auch Otitis genannt. Das Ohr kann in 3 Bereiche gegliedert werden, die sich unabhängig voneinander entzünden können. Der äußere Teil des Ohres, der Gehörgang, reicht von der außen sichtbaren Ohrmuschel, als Gang, bis zum Trommelfell. Das Trommelfell ist ein dünnes Häutchen von dem Schwingungen aus der Luft, über die Gehörknöchelchen zum Innenohr geleidet werden. Dieser Abschnitt Abschnitt wird als Mittelohr bezeichnet. Der Innerste Teil des Ohres besteht aus einem Gleichgewichtsorgan und aus einem Hörorgan, von dem wargenommene Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt werden und über Nerven zum Gehirn geleidet werden.[inspic=195,right,fullscreen,230]

Es lassen sich also Entzündungen des Außen-, Mittel- und Innenohres unterscheiden. Bei Hunden kommt es am häufigsten zu einer Entzündung des Außenohres, otitis externa.

Wie erkenne ich solch eine Entzündung?

Bei einer Entzündung des Außenohres kommt es im Verlauf der Entzündung erst zu vermehrtem Juckreiz und später zu Schmerzen, die sich beim Hund in ständigem Kratzen am Ohr, Schmerzhaftigkeit bei Berührung oder Schiefhalten des Kopfes äußern kann. Schaut man in der Gehörgang, kann man meist vermehrten Ohrschmalz erkennen, der durch Milben und Dreck bräunlich verfärbt ist. Durch die Besiedelung mit Bakterien kommt es zusätzlich zu einem stinkenden Geruch.

Wodurch entstehen Entzündungen?

Entzündungen können vielerlei Ursachen haben. Sie können durch Fremdkörper, z.B. Schmutzteilchen, kleine Steine, Haare oder Gräser.. ausgelöst werden, die sich im Gehörgang des Hundes festsetzen. Diese lösen dann eine lokale Entzündungsreaktion hervor die sich über das gesamte Ohr ausbreiten kann. Auch Parasiten wie z.B. Zecken oder Ohrmilben (siehe Artikel unten) können eine Entzündung hervorrufen. Sie greifen die Haut des Ohres an und führen kleine Verletzungen herbei, die als Eintrittspforte für Bakterien und andere Keime dienen können. Der Gehörgang ist auch im gesunden Zustand von Bakterien und Pilzen besiedelt, der sogenannten Standortflora. Kommt es aber zu einer Reizung durch Verletzung oder Schwächung des Abwehrsystem des Hundes, kann es zu einer starken Vermehrung dieser Keime kommen und so eine Entzündung hervorrufen. Der Körper reagiert auf solch eine Entzündung mit vermehrter Bildung von Ohrensekret, welches zum Reinigen des Ohres dienen sollte und normalerweise durch feine Häärchen im Ohr, nach außen transportiert wird. Bei einer Entzündung ist diese Reinigungssystem allerdings gestört, so das der Ohrschmalz nicht mehr richtig abtransportiert wird und einen guten Nährboden für noch mehr Bakterien und Pilze bietet. Auch länger bestehende Feuchtigkeit und mangelnder Luftaustausch im Ohr kann eine Keimbesiedelung begünstigen, weswegen besonders langöhrige Hunde häufiger unter Ohrenentzündungen leiden.

Was tue ich bei einer Ohrenentzündung meines Hundes?

Schon bei Verdacht auf eine Ohrenentzündung sollte man zum Tierarzt gehen. Auch wenn man glaubt, der Hund könnte einen Fremdkörper im Ohr haben, lohnt sich der Gang zum Tierarzt. Den nur dieser besitzt das nötige Wissen über den anatomischen Bau des Ohres und über die Gerätschaften um solche Teilchen zu entfernen. Bitte nicht selber versuchen mit einer Zange oder Wattestäbchen das Ohr zu säubern, dadurch schiebt man meist alles nur tiefer in den Gehörgang hinein oder verletzt ihn gar. Es gibt zwar auch viele Flüssigkeiten zum Säubern von Ohren frei im Handel zu kaufen, aber bitte nur nach Rücksprache mit eurem Tierarzt verwenden.